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Datenschutz in der Kommunikation

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte bereits im Juli 2020 den sogenannten Privacy Shield zwischen der EU und den USA gekippt. Mit dieser so ziemlich unverbindlichen und daher auch sehr umstrittenen „Rechtsgrundlage“ konnten bisher die US-Behörden von europäischen und damit auch deutschen Behörden relativ uneingeschränkt personenbezogene Daten abgreifen. Die US-Behörden sicherten in dem „Papier“ lediglich eine vertrauliche Daten-Behandlung zu, aber heimliche und offene Rechtsbrüche kann man dort erfahrungsgemäß nicht ausschließen, wenn es vorgeblich „im nationalen“ oder wirtschaftlichen Interesse liegt. Somit konnte von einem strengen Datenschutz nach europäischen Recht überhaupt keine Rede mehr sein …

Im letzten Jahr machte ich leider selber die Erfahrung, dass ein nur für den persönlichen Gebrauch und nicht für die Veröffentlichung bestimmtes Ausbildungsskript, das ich an nur einen ausgewählten Schülerkreis verschickt hatte, plötzlich auf einer US-amerikanischen Website aufgelistet und vollständig einsehbar war. Dort fanden sich auch noch zahlreiche andere Dokumenten- und Fachliteratursammlungen, die den inhaltlichen Wert meines Skriptes sicherlich übersteigen. Damit aber handelte es sich eindeutig um illegitimen Datenklau und diverse Schutzrechtsverletzungen. Meine Empfänger (Schüler) zur Rede gestellt, ob sie das Skript ohne meine Zustimmung weitergereicht haben, fiel negativ aus, und zu diesen mir langjährig bekannten Personen habe ich auch volles Vertrauen. Also wurden meine eMails ganz offensichtlich gehackt …

Ich hatte den Fall bei der Polizei angezeigt und erhielt dann von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung, dass die illegalen Veröffentlicher nicht ermittelbar seien und die Website auch kein Impressum enthielt, um die Webseitenbetreiber zu kontaktieren. So weit war ich selber schon gekommen, konnte auch den Hoster in den USA ausmachen – aber man kommt dort ohne großen Aufwand nicht heran. In letzter Zeit stellte ich auch oftmals fest, dass ich beim Besuch ausgewählter Websites nach kurzer Zeit immer wieder blockiert werde, d.h. der Downstream riss dann regelmäßig ab. Diese Websites befassen sich sehr umfassend mit der aktuellen politischen Situation und jenseits des einseitig öffentlich propagierten Mainstreams. Im Fazit also besteht auch hier der Verdacht auf eine fremdgeführte Beobachtung, Kontrolle sowie sogar Sabotage …

Wer könnte ein Interesse daran haben, mich und noch viele andere Internetbenutzer allumfassend zu kontrollieren, und warum ? Diese Frage kann ich für mich selber ganz leicht beantworten und reduziere sie mal darauf, für gewisse Kreise als nicht leichtgläubige und daher latent renitente Person suspekt zu sein. Sicherlich bin ich hier als Privatperson nur ein „kleines Licht“, aber viele „kleine Lichter“ könnten ja auch mal einen größeren Flächenbrand auslösen, der diesen Kreisen absolut nicht ins Konzept passt. Es geht ja auch nicht nur alleine Darum – es geht vielmehr um das Eindringen Fremder in ganz private Sphären. Zu Hause schließt man die Wohnungstür ab, wenn man ungebetene „Gäste“ einfach fernhalten will – jetzt kommen sie über die Hintertüren wieder herein, speziell über FACEBOOK, INSTAGRAM, WHATSAPP, GOOGLE, AMAZON, eMail-Hackings u.a.m.. Und dabei spielen leider unbedarfte bundesdeutsche Ämter und Behörden, Klein- und Großbetriebe usw. auch noch mit …

Wie dem auch sei – eine aktuelle Meldung (siehe hier) lässt aufhorchen, dass mit dem Datenschutz im Lande einfach zu lax umgegangen und damit Kreisen in die Hände gespielt wird, die uns aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht wirklich wohlgesonnen sind. Schon oft genug wurde daher von IT-Insidern und -Profis empfohlen, sich nicht nur gegen Virenangriffe aller Art zu schützen, sondern auch mit dem Datenhandling sorgsamer umzugehen. Das beginnt bereits bei der Auswahl der genutzten Betriebssysteme, geht über den Einsatz der Anwenderprogramme bis hin zur Form und den Mitteln für die Datenverwaltung. Weiterhin ist diesbezüglich auch der sichere Datenaustausch zu beachten, um unautorisierte Abgriffe zu verhindern. Ich selber sehe bei mir die offensichtlich gewordenen Lecks (s.o.) weniger in den zum Einsatz gelangten eMail-Clients und Web-Browsern als vielmehr in den außerhalb zwischen mir und den eMail-Empfängern bzw. angelaufenen Webseiten installierten Datenabgriff-Filtern, die dann auch ein Backtracking (Zurückverfolgen) auf meine eigenen Systeme zulassen …

Was kann man als „Normalbürger“ eigentlich tun ? Zunächst also sollte man sich grundsätzlich von MICROSOFT- und APPLE-Betriebssystemen verabschieden, denn diese sind undurchsichtig und erlauben schon den Datenklau aller Art beim Datenerzeuger (Anwender) selber – den Beteuerungen von MICROSOFT und APPLE, ihre Systeme seien sicher, sollte man grundsätzlich nicht trauen, denn im „nationalen“ und wirtschaftlichen Interesse der USA lassen sich alle Regeln ganz einfach brechen. Das betrifft dann auch sämtliche Office-Programme, eMail-Clients und Web-Browser aus diesen Schmieden. Dann ist höchste Vorsicht bei der Nutzung von FACEBOOK und INSTAGRAM, GOOGLE und AMAZON mit all ihren Diensten angezeigt. Nicht zuletzt sollten sämtliche Software- bzw. Programmquellen auf den Prüfstand gelangen – handelt es sich hierbei direkt um die Hersteller oder um irgendwelche Vertrieblicher aus der 3. Reihe, die die heruntergeladene Software mit versteckten Zusatzfunktionen ausgestattet haben (könnten) ?

Ich will hier nicht weiter in Details gehen, lediglich für die gesamte Thematik aus gutem Grund nochmals sensibilisieren: Erwägen Sie den Umstieg auf freie und kontrollierbare Betriebssysteme, wie insbesondere LINUX ! Dafür gibt’s auch zahlreiche OFFICE-Programme, eMail-Clients und Web-Browser gleich kostenlos mit. Für den Versand sensibelster Nachrichten kann man anstatt über einen eMail-Clienten auch das verschlüsselte SIGNAL-Desktop nutzen, das mit dem eigenen Smartphone synchronisiert wird (hier ist dann auch SIGNAL als Messenger installiert). Um ins Web zu gelangen, ohne dass die eigene IP-Adresse ganz so einfach eruiert werden kann, bietet sich der TOR-Browser an, denn obgleich z.B. STARTPAGE vorgibt, die derzeit sicherste Suchmaschine zu sein, so habe ich auch schon Pferde vor der Apotheke stehen sehen, um’s mal diplomatisch auszudrücken …

In diesem Sinne nochmals eine alte Funker-Regel: „Bleibt wachsam – der Feind hört mit … !“