GOOGLE hat’s immer wieder vorgemacht, bis auch MICROSOFT auf den Dreh kam: Man bietet kostenlos Funktionen an, bis sie dann ganz plötzlich kostenpflichtig wurden, um die bis dahin mühsam bearbeiteten und immer weiter angehäuften Daten weiter nutzen zu können. Erinnern wir uns einmal an die kleinen Netbooks, die die Leistungen eines Laptops bzw. Notebooks nicht erreichten, aber unterwegs die Zugang ins Internet erleichtern sollten. Dann kamen die überwiegend Tastatur-freien Tablet-PC’s für die gleichen Zwecke auf, auf denen man über an Clouds gebundene App’s auch Daten erarbeiten und abspeichern kann – alles erscheint für den unbedarften Nutzer nun so einfach, denn man braucht für die eigenen Zwecke angeblich ja nicht mehr …
Tatsächlich ? Sicherlich gibt es Privatleute, die ihre IT kaum groß beanspruchen, und von denen reden wir hier gar nicht. Aber deren unbedarfte Denkweise setzt sich im beruflichen Alltag fort und es gibt auch Privatleute, die an ihren PC’s schon mehr machen wollen, als im Web nur zu surfen und zu chatten. Immer entstehen dabei sichtbar gewollt und auch unsichtbar ungewollt Daten, für die es noch mehr Interessenten gibt als für den Nutzer selbst. Diese Daten auf den eigenen Geräten zu halten und vor unliebsamen Verlusten zu schützen, liegt dann auch in der Eigenverantwortung des Nutzers, ist teilweise mit Kosten, aber immer auch mit Zeit verbunden – Stichworte „Spam- und Virenschutz“, „Backups bzw. Datensicherung“ und „Anonymität bzw. Sicherung der Privatsphäre“ …
Wer selber im Verkauf oder zumindest im Marketing tätig ist, muss sich etwas einfallen lassen, um seine Produkte und seine Dienstleistungen am Markt zu halten. MICROSOFT „glänzte“ schon lange mit dem Ruf, teure und unfertige Software (Betriebssysteme, Office-Pakete usw.) zu verkaufen, die der Anwender kaum noch durchschaut, geschweige denn selber beherrschen kann – die Konkurrenz lief an ihnen preiswerter und mit raffinierteren Ideen, wie z.B. mit Cloud-basierten Systemen u.a.m., vorbei – GOOGLE hat’s bereits seit einigen Jahren vorgemacht …
Nun hatte auch MICROSOFT begriffen, wohin der Zug fährt, und für einige Zeit sein WINDOWS kostenlos gestreut … nicht aber, ohne Hintertüren zu etablieren, die MICROSOFT fortan an anderen Stellen Geld verdienen ließ:
Welchen Nutzen können MICROSOFT sowie angehängte Unternehmen, Behörden und auch Kriminelle aus einer solchen Konstellation ziehen ? Ich sehe auf den ersten Blick folgende:
- für MICROSOFT selber: Abhängigkeiten zu schaffen, um dauerhaft Geld zu verdienen
- für KI-Systeme: Daten aller Art abzusaugen, um die Wissensbasis effektiv auszubauen
- für staatliche Institutionen: Ausbau vorhandener Kontroll- und gegebenenfalls sogar Repressionsmechanismen
- für Finanzsysteme und Kriminelle: Missbrauch privater IT für das effektivere Schürfen von Kryptowährung (Coins)
Was man dagegen tun kann: Unter anderem eine konsequente Loslösung von MICROSOFT-Systemen und den Wechsel zu LINUX-Systemen. Für Fortgeschrittenere IT-Nutzer die Abgrenzung von Anwendungsbereichen über autarke Rechner, über Sandboxes und/oder über Virtuelle Maschinen (VM’s) – hier könnte z.B. das QUBES OS interessant werden …